Physical-AI-Engineering-Tool

VLA- & Robotik-Rechner für On-Device-VRAM und Edge-Hardware

Wählen Sie ein Vision-Language-Action-Modell (VLA), die Gewichtspräzision, die Kamerakonfiguration, die Regelfrequenz und das Action Chunking. Der Rechner schätzt den benötigten gemeinsamen Speicher (VRAM) und die Speicherbandbreite Ihres Roboters sowie die maximale Inferenzrate, die jeder Bordrechner halten kann.

1. Modell- & Sensoreinstellungen

3 Kameras
4 Frames
30 Hz
2 Schritte

Wie viele Aktionsschritte der Roboter aus jeder Inferenz ausführt. Inferenzrate = Regelfrequenz ÷ dieser Wert. Für Modelle, die jeweils nur eine Aktion ausgeben, 1 wählen.

60%

Angenommener Anteil der theoretischen Bandbreite, der bei der Inferenz tatsächlich erreicht wird. Ersetzen Sie ihn durch einen Messwert, falls vorhanden.

Eigene Hardware hinzufügen (optional)

Geräte, die nicht in der Liste stehen, etwa RTX-Laptop- oder Desktop-GPUs, können Sie mit Werten aus dem Datenblatt oder eigenen Messungen vergleichen.

2. Ergebnisse zu Speicher & Bandbreite

Empfohlener gemeinsamer Speicher -- GB
Benötigte Speicherbandbreite -- GB/s
Modellgewichte -- GB
Vision-Tokens im Kontext --
KV-Cache der Vision-Tokens + Aktivierungen -- GB
Reserve für ROS 2, Sensorpipeline und Betriebssystem 3.0 GB
Speicherlesevolumen pro Inferenz -- GB
Benötigte Inferenzrate -- Hz

3. Prüfung der Edge-Hardware

* Hinweis: Die Ergebnisse sind Schätzungen für die frühe Entwurfsphase. Der KV-/Aktivierungspuffer beruht auf einer empirischen Formel, die Bandbreitenausnutzung ist eine Annahme. Prüfen Sie vor dem Einsatz Herstellerdatenblätter und Messungen mit TensorRT, vLLM oder ähnlichen Werkzeugen.

So werden Speicher und Bandbreite für On-Device-VLA geschätzt

Anders als reine Text-LLMs verarbeitet ein VLA-Modell auf einem Roboter bei jeder Inferenz Vision-Tokens mehrerer Kameras und gibt kontinuierliche Gelenkbefehle (Action Chunks) aus. Der Speicherbedarf wächst daher nicht nur mit den Gewichten, sondern auch mit Kameraanzahl, Auflösung und Historienlänge, und die Inferenzgeschwindigkeit wird meist durch die Speicherbandbreite begrenzt.

1. Formeln

Der Rechner geht von Echtzeit-Robotersteuerung mit Batchgröße 1 aus und verwendet die folgenden Gleichungen.

Total_Memory (GB) = Weights + KV_Activation_Buffer + System_Reserve (3.0 GB) Weights (GB) = Params (B) × Bytes_per_Param Vision_Tokens = Cameras × Tokens_per_Camera × History_Frames Bytes_per_Pass (GB) ≈ Weights + 0.5 × KV_Activation_Buffer Inference_Hz = Control_Hz ÷ Actions_Executed_per_Chunk Required_Bandwidth (GB/s) = Bytes_per_Pass × Inference_Hz ÷ Efficiency Max_Inference_Hz (per device) = Bandwidth × Efficiency ÷ Bytes_per_Pass

Bytes_per_Param beträgt 2,0 für FP16, 1,0 für FP8, etwa 1,05 für W8A16, etwa 0,62 für W4A16 mit FP16-Action-Head und etwa 0,56 für NVFP4 (ein FP8-Skalierungsfaktor je 16 Werte). Der KV-/Aktivierungspuffer ist eine empirische Schätzung, die mit der Anzahl der Vision-Tokens und der Modellgröße wächst.

2. Warum die Speicherbandbreite die Inferenzrate bestimmt

Inferenz mit Batchgröße 1 stößt oft zuerst an die Speicherbandbreite und nicht an die Rechenleistung, weil bei jeder Inferenz alle Gewichte erneut aus dem DRAM gelesen werden müssen. Die maximale Inferenzrate eines Geräts lässt sich daher als Bandbreite × Ausnutzung ÷ Lesevolumen pro Inferenz abschätzen, und eine Quantisierung der Gewichte verbessert Speicherkapazität und Geschwindigkeitsgrenze zugleich.

3. Action Chunking und doppelte Regelschleife

Modelle mit Action Chunking erzeugen pro Inferenz Aktionen für mehrere Schritte, die der Regler mit höherer Frequenz ausführt. Bei 30 Hz Regelfrequenz und 10 ausgeführten Schritten pro Chunk muss das Modell zum Beispiel nur mit 3 Hz laufen. Humanoide, die eine Ganzkörperregelung mit Hunderten Hertz brauchen, nutzen typischerweise eine doppelte Schleife: Das VLA erzeugt Ziele mit niedriger Rate, eine kleine Policy gibt Gelenkbefehle mit hoher Rate aus. Planen Sie außerdem eine Systemreserve für ROS-2-Warteschlangen und Kamerapuffer ein (dieser Rechner nimmt 3 GB an), damit der Roboter nicht wegen Speichermangels stoppt.

4. Spezifikationen von Edge-AI-Rechnern und empfohlene Konfigurationen

Die meisten Bordrechner von Robotern nutzen gemeinsamen Speicher, bei dem CPU und GPU denselben LPDDR-Speicher teilen. Speicher, Bandbreite und Leistungsaufnahme stammen von den offiziellen NVIDIA-Produktseiten; die empfohlenen Konfigurationen sind Richtwerte auf Basis der Standardeinstellungen dieses Rechners.

Hardware Gemeinsamer Speicher Speicherbandbreite Leistungsbereich Empfohlene Konfiguration (Richtwert)
NVIDIA Jetson Orin Nano Super (8GB) 8 GB 102 GB/s 7–25 W Policies unter 1B wie Octo oder SmolVLA oder eine einzelne ACT- bzw. Diffusion-Policy
NVIDIA Jetson Orin NX 16GB 16 GB 102.4 GB/s 10–40 W 3B-Klasse (GR00T N1.7, π0) in W4A16 mit 2–3 Kameras und Action Chunking
NVIDIA Jetson AGX Orin 32GB 32 GB 204.8 GB/s 15–40 W 3B-Klasse in FP16 oder 7B-Klasse in W4A16 mit etwa 3 Kameras
NVIDIA Jetson AGX Orin 64GB 64 GB 204.8 GB/s 15–60 W 7B-Klasse (OpenVLA) in FP16 oder FP8 oder 14B-Klasse in W4A16
NVIDIA Jetson T4000 (Thor, 64GB) 64 GB 273 GB/s 40–70 W 7B-Klasse in FP16 oder 14B-Klasse in FP8; gleiche Bandbreite wie T5000
NVIDIA Jetson T5000 (Thor, 128GB) 128 GB 273 GB/s 40–130 W Große VLAs der 14B–32B-Klasse oder VLA parallel zu einem Weltmodell

5. Hinweise zur Dimensionierung nach Modell

6. Häufige Fragen

F1. Verschlechtert 4-Bit-Quantisierung (W4A16) die Genauigkeit des Roboters?

Das OpenVLA-Paper berichtet, dass ein quantisiert bereitgestelltes Modell in seiner Evaluation keine wesentlich geringere Erfolgsrate zeigte – dieses Ergebnis gilt jedoch für die dortigen Bedingungen. Beginnen Sie mit gemischter Präzision, bei der der kontinuierliche Action Head in FP16 bleibt, und vergleichen Sie die Erfolgsraten von FP16- und quantisierter Version auf Ihrer eigenen Aufgabe unter identischen Bedingungen.

F2. Warum wächst der KV-Cache bei Roboter-VLAs schneller als bei Text-LLMs?

Roboter nutzen meist zwei bis vier Kameras gleichzeitig, und jede Kamera erzeugt pro Frame Hunderte Vision-Tokens. Multipliziert mit der Anzahl der Historien-Frames können bei einer einzigen Inferenz Tausende Tokens im Speicher liegen.

F3. Kann ich bei Speichermangel NVMe-Swap verwenden?

Für Echtzeit-Regelschleifen nicht. Sobald Gewichte oder KV-Cache auf die SSD ausgelagert werden, entstehen Latenzspitzen von zehn bis mehreren hundert Millisekunden, die die Regelfrequenz stören und zu ruckartigen Bewegungen oder Gleichgewichtsverlust führen können.

F4. Wie verringert Action Chunking den Bandbreitenbedarf?

Erzeugt ein Modell Aktionen für mehrere Schritte auf einmal, muss die aufwendige Inferenz nur mit einem Bruchteil der Regelfrequenz laufen. Der Rechner bildet das als Inferenzrate = Regelfrequenz ÷ ausgeführte Aktionen pro Chunk ab; der Bandbreitenbedarf sinkt im selben Verhältnis.

F5. Woher stammt die Standardausnutzung von 60 %?

Die offizielle Bandbreite ist ein theoretischer Spitzenwert, den die Inferenz selten vollständig erreicht. Deshalb dienen 60 % als vorsichtige Startannahme. Es handelt sich um keinen Messwert; ersetzen Sie ihn durch eine Messung auf Ihrem Zielgerät, sobald Sie eine haben.

F6. Warum fehlen RTX-Laptop- und Desktop-GPUs in der Liste?

Die Liste enthält nur Geräte, deren Speicherkapazität und Bandbreite auf einer offiziellen Seite bestätigt werden konnten. Für GPUs, deren Bandbreite dort nicht veröffentlicht ist, nutzen Sie „Eigene Hardware hinzufügen“ mit der Herstellerangabe oder einem eigenen Messwert.